Vom Transporter zum StyleCamper: ein VW T6 im Umbau
Ein Kombi mit Fenstern und Sitzbank ist noch kein Camper. An diesem VW T6 zeigen wir, was dazwischen liegt: welche Teile wir getauscht haben und was bewusst weggeblieben ist.
Die Basis: ein VW T6 Kombi mit langem Radstand
Angefangen haben wir mit einem 9-Sitzer als Jahreswagen, langer Radstand, Klima vorne und hinten, beim Motor bewusst der 150 PS mit DSG-Automatik. Der lange Radstand bringt innen ca. 40 cm mehr Platz, davon lebt der ganze Ausbau.
Außen: Folie, Felgen, Fahrwerk
Stoßstangen und Spiegelkappen sind getauscht, der Grill gegen einen ohne Logo ersetzt, Anbauteile in der Front und die Felgen (9 × 20 Zoll, ET39) in Wagenfarbe. Die Dämpfer blieben drin (erst knapp 30.000 km gelaufen), getauscht sind nur die Federn gegen Eibach-Gewindefedern, 35 mm und 40 mm tiefer. An der Hinterachse lässt sich die Höhe über Gewindeteller nachstellen, sonst hängt der Bus hinten. Fahrzeughöhe ca. 198 cm, tiefgaragentauglich.
Das Aufstelldach
Der Zeltbalg passt zum Farbkonzept, der Zeltstoff lässt sich per Reißverschluss öffnen und nach oben aufrollen. Welche Bauart zum Fahrzeug passt, steht im Vergleich von Dachzelt, Aufstelldach und Hochdach.
Innen: Schlafsitzbank, Möbelzeile, Filz
Die Schlafsitzbank steht auf einem durchgehenden Schienensystem (Lochrastung ca. 3 cm), die Liegefläche ist 114 cm breit. Wer die Bank weit nach vorne schiebt, hat dahinter über 2 m Kofferraumlänge. In die Möbelzeile passt trotzdem ein 50-Liter-Kühlschrank mit Gefrierfach, daneben hinter einem Rollo ein Fach für ein Camping-WC, erreichbar auch in Schlafposition. Den hohen Schrank haben wir damals nach Maß bis zur C-Säule gefertigt.
Damit hinter den Schränken kein blankes Blech bleibt, ist der Bus komplett mit B4F Original Carpet-Filz verkleidet: 3 mm stark, 4-Wege-Superstretch, deshalb legt er auch an Radkästen und Holmen keine Falten. Das Vorgehen steht in der Anleitung zum Camper filzen, die Bahnen unter Carpet-Filz.
Technik: Strom, Wasser, Licht
Spüle und fester Gasherd fehlen mit Absicht: so bleibt mehr Stauraum, gekocht wird ohnehin meistens draußen. In der Heckklappe sitzt eine Dusche, der Duschkopf lässt sich über eine Steckkupplung gegen eine Handbrause tauschen. Strom kommt aus einer Zweitbatterie, dazu Landstromanschluss (unter der Motorhaube) und Wechselrichter von 12 V auf 230 V. Der Umbau hat damals 4 Monate gedauert.
Fest verbaut oder ausbaubar
Diese Entscheidung fällt vor dem ersten Handgriff, nicht am Ende. Oben ist die Möbelzeile fest verbaut. Bei einem zweiten T6, dem WhiteStar (75 kW in Candy-Weiß, Fußboden in Schiffsdeck-Optik, Innenverkleidung wieder mit B4F Carpet-Filz), hängt ein zugekauftes Ausbaupaket an den originalen Befestigungsösen und ist mit wenigen Handgriffen draußen, dann ist der Bus wieder Transporter oder 7-Sitzer.
Du willst sehen, wie der Filz bei deinem Licht im Fahrzeug wirkt? Bestell dir ein kostenloses Muster und leg es an die Stelle, wo der Filz später sitzt.
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