Vom gebrauchten Transporter zum Offroad-Camper

22. Sep 2026
VW T5 Kombi im Ausgangszustand in der Werkstatt, Rost an Schiebetür und Schweller, Stahlfelgen, Motorhaube offen

Einen fertigen Camper ab Werk können und wollen sich viele nicht leisten, einen gebrauchten Transporter dagegen schon. Darum dieses Projekt, das wir zusammen mit mehreren Partnern gemacht haben: ein älterer Bus als Basis, Anbauteile, die auch nach einem Fahrzeugwechsel weiter passen, und ein Innenraum, der sich umbauen lässt.

Die Basis:

Ausgangspunkt ist ein älterer VW T5 Kombi mit 1,9 l und ca. 100 PS, Frontantrieb. Er hat 9 Sitzplätze, Klima, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung. Die Fahrzeugbeschaffung inklusive neuem TÜV hat für uns das Team von Busbude übernommen.

Karosserie und Optik:

Die Schiebetür wurde gegen eine gebrauchte getauscht und das Fenster aus der alten Tür in die neue umgebaut. Für die Offroad-Optik kamen Radlaufleisten drauf, auf einige Teile einfache Rostschutzfarbe, dazu eine gründliche Reinigung von außen. Das ist keine Restaurierung, sondern der Stand, mit dem sich weiterarbeiten lässt.

Eingesetzte Scheibe mit gelbem Klebeband fixiert, aufgeklebte Radlaufleiste am Vorderrad und der Dachträger mit Dachboxen in der Werkstatt

Fahrwerk:

Bei uns lagen noch Stoßdämpfer vom Multivan mit 5.000 km Laufleistung. Die sind zusammen mit Eibach-Höherlegungsfedern eingebaut worden. Den Einbau hat Deimann Fahrwerktechnik übernommen.

VW T5 vorher und nachher, unten der rostige Ausgangszustand, oben der gereinigte und höhergelegte Bus

Felgen und Reifen:

Dazu kamen Twin-Monotube-Projekt-AT-Felgen in 8 × 17 Zoll, seidenmatt schwarz lackiert, konkav, mit austauschbarem Anfahrschutz. Im Teilegutachten stehen der VW T5, T6 und T6.1 und die dort freigegebenen Reifengrößen 235/65/17 und 225/65/17. Die Festigkeit je Felge liegt laut Gutachten bei 960 kg. Felgen und Reifen kamen als Leihgabe von der Busfabrik. Dort wurde auch die Pirelli Scorpion AT in 235/65 17 aufgezogen.

Dach und Heck:

Von Frontrunner kamen Anbauteile, die wir vormontiert haben:

  • Dachzelt
  • Dachträger
  • Markise
  • Heckleiter
  • Dachboxen
  • Kleinteile wie Halter

Damit die Heckleiter sauber befestigt werden kann, sind die Heckflügeltüren gegen eine Heckklappe getauscht worden. Das ist der größere Eingriff an diesem Bus und der, den man vorher durchdenken sollte.

Anbauteile über vier Baureihen

Fast alle Anbauteile passen an den T5, T5.1, T6 und T6.1. Wer das Fahrzeug wechselt, montiert sie um, statt sie neu zu kaufen. Das aufzuzeigen war einer der Gründe für das Projekt. Wie das beim T6 aussieht, zeigen wir im Umbau zum StyleCamper.

VW T5 vorher und nachher, oben der rostige Ausgangszustand auf Stahlfelgen, unten der fertige Bus mit AT-Felgen, Dachträger und Dachzelt

Der Innenausbau:

Der Innenausbau stand zum Zeitpunkt des Projekts noch aus. Geplant war er variabel: als 9-Sitzer, als Camper mit 4 bis 5 Sitz- und Schlafplätzen oder als Transporter. Die Umrüstzeit sollte bei 10 bis 15 Minuten liegen. Vorgesehen waren das Bike & Surf Programm von Reimo und eine Innenverkleidung aus Carpet-Filz. Das ist der Stand, den wir damals aufgeschrieben haben.

Für die Innenverkleidung nehmen wir den B4F Original Carpet-Filz: 3 mm stark, 390 g/m², 100 % Polyester, schwer entflammbar. Er lässt sich in alle vier Richtungen ziehen (4-Wege-Superstretch), deshalb bekommst du ihn auch über Radkästen und Holme, ohne an jeder Rundung einen Stoß setzen zu müssen. Erhältlich ist er in Anthrazit, Silbergrau und Steingrau.

Vielen Dank an alle Beteiligten für dieses Projekt und besonders an die Fotografin Birka.

Du bist dir noch unsicher? Bestell dir ein kostenloses Muster, dann siehst und fühlst du die Qualität des Filzes und kannst dir so einen Eindruck verschaffen, wie dein Van später damit aussehen würde.

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